Willkommen im Jahr 2013 Nedap

„Individuelle Futterzuteilung sorgt für gleichmäßigere Würfe“

Benjamin Kastner (DE)

Die Erfahrungen mit den Abrufstationen von NEDAP sind fast ein Jahr nach dem Start gut. Die Sauen produzieren viel gleichmäßiger. Sauenhalter Benjamin Kastner (30) vertraut darauf, dass die angewandte individuelle Futterzuteilung zu besseren technischen Ergebnissen in seinem Betrieb führen wird.
Bevor es so weit ist, müssen sich jedoch erst alle Tiere an das neue System gewöhnen. „Das dauert eine gewisse Zeit. Man muss mit einem Dreivierteljahr Übergangszeit rechnen“, so der Sauenhalter.

Das beste Futter
Er leitet gemeinsam mit seinem Vater Josef den Betrieb mit insgesamt 350 Sauen in Westendorf bei Donauwörth nahe Augsburg. Bestes Futter für die Schweine ist in der Sauenhaltung der Kastners äußerst wichtig. Ihr Betrieb umfasst nämlich auch gut 120 Hektar Grund. Darauf bauen sie Mais, Gerste, Weizen und Zuckerrüben an. Bis auf Letzteres wird die ganze Ernte für die Herstellung von Schweinefutter verwendet. Das geschieht im Betrieb selbst: Das Getreide wird gemahlen und danach mit zugekauften Rohstoffen wie Sojaschrot zu einer schmack- und nahrhaften Mahlzeit für die Sauen gemischt.

Wichtigster Aspekt

„Für uns war die individuelle Futterzuteilung der wichtigste Aspekt in der Entscheidung für die Abrufstationen von Nedap“, so Kastner. Er zeigt auf seinem Computerbildschirm, welche Sauen heute noch nicht ihre ganze Mahlzeit aufgefressen haben. Den Sauen, bei denen das so bleibt, widmet er besondere Aufmerksamkeit.
Er erzielt im Durchschnitt ein Ergebnis von 23 Ferkeln pro Sau. Seit dem Neubau des Stalls mit Abrufstationen, vor nunmehr fast einem Jahr, ist diese Zahl gestiegen. Kastner erwartet, dass sich die Ergebnisse in der nächsten Zeit weiter verbessern werden, unter anderem weil alle Tiere mittlerweile mit dem System vertraut sind.

Rangordnung
In der Gruppe ist es ruhig, außer wenn neue Tiere geliefert werden. Dann muss die Rangordnung in der Gruppe neu festgelegt werden, danach kehrt wieder Ruhe ein. Kastner fällt auf, dass diese Rangordnung stark damit zusammenhängt, welches Schwein am längsten im Stall ist. „Es ist unabhängig von der Kraft oder dem Charakter des Schweins; die Sau, die am längsten im Stall ist, ist einfach die Chefin.“
Kollegen von Kastner, die seinen Betrieb besuchen, sind von dem System begeistert. Dasselbe gilt auch für Außenstehende, die die Branche oft mit eingesperrten Sauen assoziieren. „Gruppenhaltung wird uns zwar von der EU vorgeschrieben, aber abgesehen davon wirkt sie sich sicherlich auch positiv auf das Image der Branche aus“, so Kastner.

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